Process Value Sprint · 3–6 Wochen

Potenziale heben beginnt mit einer Process P&L.

Wir verbinden Volumen, Zeit, Qualität, Softwarekosten und manuelle Arbeit zu einer belastbaren Stückkostenrechnung – und bringen einen priorisierten Hebel bis zum Pilot.

„Dieser Prozess ist ineffizient“ ist keine Entscheidungsgrundlage. Erst wenn Kosten pro Vorgang, Wartezeit, manuelle Berührungen, Fehler und Nacharbeit sichtbar sind, lässt sich zwischen Vereinfachung, Integration, Automatisierung und bewusst menschlicher Arbeit entscheiden.

Volumen×aktive Zeit+Wartezeit & Rework+Softwarekosten= Process P&L

Fünf Schritte vom Bauchgefühl zum Pilot

01

Scope

Start, Ende, Owner, Output, Kundenwirkung, Ausnahmen und Schutzbedarf des Prozesses festlegen.

02

Baseline

Volumen, Cycle Time, Touch Time, manuelle Schritte, Fehler, Rework, Eskalationen und Systeme erfassen.

03

Hebel

Entfernen, vereinfachen, standardisieren, integrieren, automatisieren oder kontrolliert agentifizieren.

04

Pilot

Eine reversible Änderung mit Testfällen, Freigaben, Beobachtung und klarer Abbruchregel umsetzen.

05

Belegen

Zielwerte gegen die Baseline messen und nur die nachgewiesene Wirkung als realisiert buchen.

06

Skalieren

Betriebsverantwortung, Dokumentation und Monitoring sichern, bevor weitere Fälle oder Rechte folgen.

Welche Kennzahlen in die Process P&L gehören

KennzahlWas sie sichtbar machtTypischer Hebel
Kosten pro VorgangGesamter Ressourcenverbrauch je OutputPriorisierung und Business Case
Touch Timetatsächliche menschliche BearbeitungszeitVereinfachung oder Automatisierung
Cycle TimeBearbeitung plus Liege- und ÜbergabezeitWorkflow und Verantwortlichkeit
First-Time-Rightfehlerfreie Ergebnisse ohne NacharbeitDatenqualität, Regeln, Freigaben
EskalationsquoteAnteil der Fälle außerhalb des StandardsScope und Human-in-the-Loop
Softwarekosten pro EinheitLizenz- und Verbrauchskosten im ProzessRightsizing, Ersatz oder Architektur

Wo Agenten sinnvoll werden

Agenten passen zu Arbeit, die Kontext aus mehreren Quellen benötigt, Varianten enthält und trotzdem einen prüfbaren Output besitzt. Sie erhalten nur die erforderlichen Werkzeuge und beginnen im Shadow- oder Vorschlagsmodus. Versand, Zahlungen, rechtsverbindliche Änderungen und fachlich sensible Aussagen bleiben freigabepflichtig, solange Risiko und Qualität das verlangen.

Wichtig: Ein Agent behebt keinen unklaren Prozess. Wenn Owner, Output, Regeln oder Daten fehlen, ist Prozessdesign der erste Hebel – nicht mehr Autonomie.

Das Ergebnis des Sprints

Fragen zum Process Value Sprint

Ist das klassisches Process Mining?

Nicht zwingend. Wir beginnen mit dem kleinsten belastbaren Datensatz: Volumen, Zeit, Varianten, Übergaben, Fehler und Systemereignisse. Bestehende Process-Mining-Systeme können eingebunden werden; für einen begrenzten Prozess ist eine schwere Plattform aber nicht immer erforderlich.

Wird jeder Prozess automatisiert?

Nein. Mögliche Entscheidungen sind entfernen, vereinfachen, standardisieren, besser verbinden, kontrolliert automatisieren oder bewusst menschlich belassen. Automatisierung ist nur ein Hebel.

Welche Prozesse eignen sich?

Geeignet sind wiederkehrende Abläufe mit benanntem Owner, ausreichendem Volumen, messbarem Output und verfügbarer Baseline. Hohe rechtliche, fachliche oder sicherheitskritische Entscheidungen benötigen stärkere menschliche Kontrolle.

Wie wird der wirtschaftliche Nutzen berechnet?

Aus Baseline und Zielzustand: Kosten pro Vorgang, Volumen, Durchlaufzeit, Fehler, Nacharbeit und gegebenenfalls Umsatz- oder Servicewirkung. Prognose und realisierte Wirkung bleiben getrennte Kennzahlen.